Seelenblätter

Gestern dachtest du noch die Stille würde dich auffressen. Und heute? Heute sieht alles schon wieder ganz anders aus. Dein großes Schweigen hat wieder angefangen und du wartest darauf, dass es jemand bricht. Alles rast an dir vorbei und wenn du nur für einen Moment die Augen schließt, ist alles verloren. Eigentlich solltest du aufstehen und am Leben wieder teilnehmen, aber es ist so einfach diese Höhle nicht zu verlassen. Hier ist es warm. Oder besser eingebildet warm, denn die wirkliche Wärme gibt es hier nicht. Schlaflosigkeit quält dich und treibt dich irgendwann nochmal in den Wahnsinn. Und du verbringst deine Zeit damit zu warten, anstatt dein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen, weil du immernoch die Hoffnung hast, dass es besser wird. In dir und außerhalb von dir. Endlich nimmst du dir wirklich wieder Zeit hinzusehen. Das, was du siehst, macht dich nicht besonders glücklich. Welch grausame Zeit ist da an dir vorbeigegangen? Und du? Stehst in der Mitte und lässt alles um dich kreisen und hast immernoch nicht gelernt, dich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren. Du hast es wieder nicht geschafft, eine Grenze zu setzen und zu verhindern, dass du so sehr verletzt wirst. Dabei hättest du doch aus deinem bisherigen Leben lernen können. Es bleibt kein Platz für dichterische Kunst. Das hier ist ganz einfach und banal. Schmerz und Glück. Und einfach nur ganz große Scheiße. Und ihr alle spielt mit. Nicht wahr. Das trifft Mr.D (ha!) und P. (ohja du hast mir wehgetan. Jedes Mal)  Genauso wie M. (wer ist weggelaufen?) und T. und natürlich W. Denn ihr habt nur zugeschaut.

Während du das hier schreibst, wird dir klar, dass das alles nichts bringt und du es schaffen musst, es anders in Worte zu fassen. Du hast eine Idee...


24.11.08 20:39


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25.10.08 22:30


 


Heute hat mich ein wunderschöner Film beeindruckt. Ein französischer, wie sollte es auch anders sein? Jemand hat mich sehr verletzt und ich brauche meine Ruhe vor der Welt. Ich will diese rechthaberischen und furchtbaren Menschen einfach nicht wiedersehen. Manchmal wünscht ich mir, ich wär jetzt schon wieder am Meer, aber das muss warten und vielleicht verzaubert mich die große Stadt ja doch noch.

 

22.9.08 13:39


 

 

Verdammt nochmal. Jedes Mal stellst du dich wieder an wie der erste Mensch. ER will nicht mit dir sprechen und dich nicht sehen. Er hat dich aus seinem Leben gestrichen, also hör endlich auf. Manchmal ist man so wütend auf sich selbst. Du könntest gerade schreien und durch Wände laufen. Und innerlich tust du das auch. Doch außen laufen nur stumme Tränen, während du auf den Bildschirm starrst. Und du ärgest dich tot, weil es dich so angreift. Du könntest dich selbst dafür umbringen. Heute ist ein kalter Tag.

 

15.9.08 18:13


Was soll ich dir sagen? Ich bin wieder zurück in der großen Stadt. Es fühlt sich nach Vergangenheit an. Nach längst vergessengeglaubten Dingen. Der Geruch von Kaffee durchzieht die Luft und katapuliert mich in eine ganz andere Zeit und an einen anderen Ort. Ihr sitzt wie immer auf dem Boden und trinkt Esspresso und raucht diesen Tabak, der so gut zu dem absolut starken Getränk passt. Und schon verschwindet der Gedanke wieder aus meinem Kopf und wird überholt von der Gegenwart. Wie konnte das so passieren? Wo sind deine Grenzen geblieben? Und wer beschützt mich eigentlich wirklich? Alles überschlägt sich. Ich brauche ein neues Lebensgefühl. Oder reicht mir das alte? Wieso weiß ich so selten, wo ich hin will und was mich wirklich beschäftigt? Die Antworten darauf sind sinnlos und nicht weiter beachtenswert. Ich löse mich auf. Und alles schwebt über mir. Blöde Beschreibung. Ich bin einfach nur nicht wirklich anwesend. So ist das.

2.9.08 18:40



"da fliegt ein engel durch den rauchigen himmel über dem revier
er hat jetzt fast ein halbes leben auf mich aufgepasst
jetzt trennt er sich von mir
da fliegt ein engel durch den rauchigen himmel über dem revier
ich geb ihn frei meine zeit mit ihm ist vorbei
so lauf und fang ihn dir
so geh und fang ihn dir vielleicht bleibt er bei dir"

gundermann

18.7.08 22:03


Du wartest auf die U-Bahn als wäre sie die Besiegelung des Endes. So, als würde sie dich von allem abschneiden, was noch vor dir lag. Diese Trauer, die sich in dir ansammelt, kommt einfach nicht raus. Warum bist du nur dorthin gegangen? Dahin, wo die Erinnerungen unweigerlich zurückkommen. Du wolltest nur noch einmal sehen. Danach wolltest du die Gespenster los sein. Wann gehen die Gespenster? Nie. Wo endet die Sehnsucht? Nie. Wieso? Ein Aufschrei, der durch deinen Kopf hallt und nicht leiser wird. Trotzdem Sterne aufsammeln.

12.7.08 23:49


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